Jede Straßenkatze zählt.

East Cats ist eine Mitmach-App mit Kartenfunktion für Straßenkatzen in Ostdeutschland. Du siehst eine Katze und machst ein Foto. Die App erkennt, ob sie schon bekannt ist, ob sie kastriert ist und ob es ihr gut geht. Aus vielen Meldungen entsteht ein Überblick, mit dem Tierschutzvereine gezielt helfen können.

🔒 Genaue Orte bleiben geheim. So werden die Katzen geschützt

Du hast Brezel getroffen! 🐈

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vor 3 Tagen · Paulusviertel
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kastriert

Beispiel aus der App

Dieses Projekt startet in Halle

Bundesweit leben schätzungsweise 2 Millionen Straßenkatzen. Gerade ostdeutsche Städte haben noch viele ungenutzte Flächen, teils auf alten Industrieanlagen, die Streunerkolonien perfekte Rückzugsorte bieten. Wie viele Streuner und Freigängerkatzen es in Halle gibt, weiß niemand so genau. Und das ist ein Problem.

100 bis 120

Futterstellen betreuen Vereine laut Stadt allein in Halle. Zwischen Platte und Gartensparte ist das Alltag.

Kastrationspflichten

gibt es in Halle bislang nicht, laut Stadt fehlen die Daten. Berlin, Erfurt und Weimar haben sie schon lange.

Rund 170 Euro

kostet eine Kastration – nicht selten sogar mehr. Für viele Menschen ist das eine echte finanzielle Hürde.

So geht’s

  1. 1

    Hinsehen

    Im Hinterhof, in der Gartensparte, am Saaleufer oder zwischen den Plattenbauten in Neustadt. Streuner gibt es überall.

  2. 2

    Fotografieren

    Ein Foto aus Abstand genügt. Die KI beschreibt Fell, Ohren und Auffälligkeiten und prüft, ob die Katze bekannt ist.

  3. 3

    Helfen

    Die Meldungen zeigen, wo Streuner leben und wo kastriert werden sollte. Diesen Überblick können Tierschutzvereine anfordern.

✦ Eine KI, die Katzen wiedererkennt

Wie erkennt die App eine Katze wieder, die man nur einmal kurz von der Seite fotografiert hat? Dafür wurde ein mehrstufiges Verfahren zur Individualerkennung entwickelt. Es verbindet künstliche Intelligenz mit Erkenntnissen über das Revierverhalten von städtischen Katzen.

Du hast Pauli getroffen! 🐈

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vor 2 Tagen · Gesundbrunnen
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Status
nicht kastriert

Beispiel aus der App

Steckbrief

Es entstehen Steckbriefe aus Fell, Zeichnung, Ohren und Schwanz. Mit jeder Sichtung werden sie genauer.

Ort und Zeit

Katzen haben feste Reviere. Wo und wann eine Katze zuletzt gesehen wurde, fließt in den Abgleich mit ein.

Sparsam gerechnet

Der aufwendige Bildvergleich läuft nur, wenn er wirklich nötig ist. Das spart Rechenleistung und Energie.

Die Katzen gehen vor

East Cats darf Spaß machen. Darum geht es aber nicht. Es geht darum, dass es den Katzen besser geht.

  • Nur schauen. Nicht anfassen, nicht füttern, nicht hinterherlaufen und keine fremden Grundstücke betreten.
  • Freigänger von Streunern unterscheiden. Katzenhalter können ihre Katze einfach registrieren. Wird sie einmal vermisst, ist das bei der Suche ein echter Vorteil.
  • Hilfe ist nah. Die App zeigt Kontakte zu Tierschutzvereinen, Tierheimen und Tierärzten in der Nähe. Ist eine Katze verletzt oder krank, ist das der erste Weg.
  • Die KI schaut mit. Auf jedem Foto achtet sie auf Hinweise wie verklebte Augen, Verletzungen oder auf Kitten-Alter. So fallen Tiere in Not schneller auf.

Dir fällt etwas auf, das den Katzen schaden könnte?

Eine Funktion, die nach hinten losgehen könnte? Bitte melde dich direkt unter [email protected]. Solche Hinweise werden immer zuerst bearbeitet.

So bleiben die Katzen geschützt

Leider gibt es Menschen, die Tieren schaden wollen. East Cats ist deshalb so gebaut, dass sich mit der Karte keine bestimmte Katze aufspüren lässt.

👥 Alle anderen sehen:

  • Nur ein ungefähres Gebiet, oft nur den Stadtteil.
  • Nur das Datum, nie die Uhrzeit.
  • Neue Sichtungen erst nach 24 Stunden.

📍 Du siehst:

  • Den genauen Ort deiner eigenen Sichtungen.
  • Die Uhrzeit deiner eigenen Sichtungen.
  • Bei fremden Sichtungen nur, was alle sehen.

🔒 Nur intern sichtbar:

  • Die genauen Orte aller Sichtungen.
  • Sie dienen nur dazu, eingehende Meldungen zu prüfen.
  • Veröffentlicht werden sie nie.

Darauf ist Verlass

  • Keine genauen Orte auf der öffentlichen Karte.
  • Keine Futterstellen, auch nicht ungefähr.
  • Keine Live-Verfolgung: Sichtungen erscheinen frühestens nach 24 Stunden.
  • Keine Ortsdaten in Fotos: Sie werden schon auf dem Handy entfernt.

Schon gewusst? Die Ohrspitze verrät’s.

Straßenkatzen, die bei einer Kastrationsaktion waren, bekommen oft eine Markierung: Die Spitze eines Ohres wird gerade gekürzt. Das passiert während der Kastration unter Narkose, die Katze spürt davon nichts. So sieht man auch aus der Entfernung, dass die Katze kastriert ist. Die Katze im Logo trägt dieses Zeichen ebenfalls.

Die KI hinter East Cats erkennt die gekürzte Ohrspitze auf Fotos und zählt mit, wie viele Katzen einer Kolonie schon kastriert sind.

Für wen ist East Cats?

Katzenfans

Begegnungen sammeln, Katzen Namen geben und mitbekommen, wie es den Lieblingen aus der Nachbarschaft geht.

Tierschutzvereine

Überblick über Kolonien, Hinweise auf kranke Tiere und Kitten, Zahlen für Kastrationen und Förderanträge.

Katzenhalter

Den eigenen Freigänger registrieren und erfahren, wenn er gesichtet wird. Ist er weg, hilft die Community.

Beim Pilot in Halle mitmachen

Gesucht werden momentan Katzenfans, die die App als Erste ausprobieren, und Tierschutzvereine aus Halle und Umgebung, die von Anfang an dabei sein möchten. Die erste Testreihe läuft auf Einladung.

Patrick im Sessel, auf der Rückenlehne steht eine helle Katze mit dunklen Ohren und Pfoten

Wer steckt hinter der Idee?

Ich bin Patrick, Umweltjournalist und Dad von zwei Stubentigern, die mir unglaublich viel bedeuten.

Zu Hause sehe ich jeden Tag, wie gut es Katzen haben können. Draußen sehe ich oft das Gegenteil: Katzen, die krank oder hungrig durch Hinterhöfe und Gartensparten ziehen und die den Menschen meist egal sind.

Fragen, Ideen oder Kritik? Schreib mir: [email protected]